Verbale Rating-Skala

Eine verbale Rating-Skala (VRS) ist in den empirischen Sozialwissenschaften eine idealerweise äquidistant skalierte deskriptive Rating-Skala, deren Beschriftungen („Marken“) durch Worte oder Begriffsgruppen repräsentiert werden. Dabei beschreiben die skalierenden Worte oder Begriffsgruppen Abschnitte einer Skala, die als Intervallskala aufgefasst werden kann.

  • Die Beschriftungen „Vanilleeis – Himbeereis – Schokoeis – Waldmeistereis – Pfefferminzeis“ sind demnach keine geeignete Skalenmarkierung für eine verbale Rating-Skala, denn die Begriffe Vanilleeis, Himbeereis etc. sind lediglich nominalskaliert.
  • Die Beschriftungen „sehr gerne – ziemlich gerne – weder besonders gerne noch besonders ungern – ziemlich ungern – sehr ungern“ hingegen wären geeignet als Skalen-Marken auf die Testfrage hin, wie gerne jemand z. B. im nächsten Urlaub an die deutsche Ostsee verreisen würde.
  1. J. Bortz, N. Döring: Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler. Springer, Heidelberg 2006, ISBN 3-540-33305-3, S. 177.