Verdorfung

Als Verdorfung (villagization) bezeichnet man den Prozess der Verdichtung von Kleinsiedlungen zu Dörfern während der Dorfgenese im Hochmittelalter.

Dabei erfolgte einerseits eine Umstrukturierung der Siedlungstopographie, indem eine ältere Streusiedlungsweise von einer geschlossenen Ortslage abgelöst wurde, z. B. also einzelne Weilersiedlungen durch eine Konzentration zum Dorf und vom Personenverband zum Gebietsverband, also zur Gemeindebildung.

Der gegenläufige Prozess ist die Vereinödung. Hierbei werden Dörfer zugunsten von Einzelhöfen aufgelöst, bei denen die gesamte Landfläche in unmittelbarer Nähe des Hofes liegt. Oft wurde damit auch die Reduzierung der Brandgefahr angestrebt.

  1. 1 2 Lexikon der Geographie: Verdorfung spektrum.de