Verdunkelung (Luftschutz)

Die Verdunkelung ist eine Maßnahme des Luftschutzes bei Nacht, bei der die Sichtbarkeit künstlichen Lichts in einem bestimmten Gebiet eingeschränkt oder unterbunden wird. Sie soll verhindern, dass sich die Besatzungen feindlicher Luftfahrzeuge an der Beleuchtung markanter Straßenzüge oder Gebäude orientieren können. Dadurch soll ihnen bei Luftangriffen das Auffinden der Ziele erschwert werden. Die Verdunkelung wurde im Ersten Weltkrieg eingeführt und war auch im Bombenkrieg des Zweiten Weltkriegs weit verbreitet, hat durch den technischen Fortschritt der Militärtechnik jedoch seitdem stark an Wirksamkeit eingebüßt.

Die Verdunkelung kann in der Bundesrepublik Deutschland im Verteidigungsfall von den Gemeinden gemäß § 5 Abs. 4 ZSKG angeordnet werden.

  1. Richtlinie für den Selbstschutz der Bevölkerung, Betriebe und Behörden. Referat O 4 - 746 000/1. In: www.bbk.bund.de. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Oktober 2001, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. August 2016; abgerufen am 13. März 2026.