Verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie

Die verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie (englisch Behavioral Finance) ist ein Untergebiet der Verhaltensökonomik und somit ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften. Sie beschäftigt sich mit der Psychologie der Kapitalanleger und versucht aufzuzeigen, wie Anlageentscheidungen am Finanz- und Kapitalmarkt tatsächlich zustande kommen. Die Verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie geht davon aus, dass Menschen irrational handeln und deshalb häufig fehlerhafte Entscheidungen treffen, die zu Spekulationsblasen und Börsencrashs führen. Diese These widerspricht der in vielen wirtschaftswissenschaftlichen Büchern postulierten Annahme des Homo oeconomicus, nach welcher Anleger stets rational und effizient (Markteffizienzhypothese) handeln.

  1. Behavioral Finance: Definition. In: FAZ.net. 7. März 2001, abgerufen am 4. November 2017.
  2. boerse.ARD.de: Definition: Behavioral Finance | Börsenwissen | boerse.ARD.de. Abgerufen am 4. November 2017.