Verlegenheit

Schamfamilie Verlegenheit
Befangenheit
Schüchternheit
Peinlichkeit
Kränkung
Schmach
Minderwertigkeitsgefühl

Verlegenheit bezeichnet eine Gemütsbewegung, die mit Befangenheit und Unsicherheit einhergeht und in der Regel aus einer fehlenden Handlungskompetenz oder einem Eingriff in die Intimsphäre resultiert. Der Begriff tritt in der Literatur häufig im Zusammenhang mit Schamgefühl und Peinlichkeit auf. Weiterhin meint Verlegenheit auch die situativen Umstände, die die emotionale Befindlichkeit auslösen und die als unangenehm wahrgenommen werden wie öffentliche Beschimpfung, Bloßstellung, Fauxpas in Gesellschaft. Der Betroffene glaubt dann, „sein Gesicht zu verlieren“. Die umgangssprachlichen Ausdrücke „jemandem aus einer Verlegenheit helfen“ und „jemanden in eine Verlegenheit bringen“ können sich auch auf finanzielle Nöte beziehen oder sexuelle Komponenten aufweisen.

  1. Jens León Tiedemann: Die intersubjektive Natur der Scham. Dissertation. Berlin 2007, S. 1013 (Online [abgerufen am 11. September 2019]).
  2. Verlegenheit. In: Duden online. Abgerufen am 18. November 2013.
  3. Verlegenheit. In: The free dictionary. Abgerufen am 18. November 2013.
  4. Rudolf Hoberg: Sprache – Erotik – Sexualität. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-503-04990-8, S. 80 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).