Verschwörungstheorien zum Angriff auf Pearl Harbor

Verschwörungstheorien zum Angriff auf Pearl Harbor ziehen in Zweifel, dass der Angriff der Japaner auf die US-Flotte am 7. Dezember 1941 die USA völlig überraschte. Sie behaupten, die US-Regierung und/oder Teile des US-Militärs hätten rechtzeitig Kenntnis von jenem geplanten Angriff gehabt, aber bewusst nichts dagegen unternommen. Sie hätten so die Zustimmung der kriegsunwilligen US-Öffentlichkeit für den tags darauf erfolgten Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg herbeiführen wollen. Die US-Historiker Charles A. Beard und Harry Elmer Barnes entwickelten diese und ähnliche Verschwörungsthesen schon kurz nach 1945. Ihre Behauptungen beruhen auch auf der Auswertung der Ergebnisse eines damaligen parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Mehrheitlich werden sie als Geschichtsrevisionisten angesehen.

  1. Vgl. hierzu z. B. die kritische Rezension von Gerhard Krebs, eines Experten für jüngere japanische Geschichte, zu Stinnetts in der Literaturliste aufgeführtem Buch in Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens E.V. (NOAG) 2004