Vertrag von Alcáçovas
Der Vertrag von Alcáçovas beendete im Jahr 1479 den seit 1474 andauernden Kastilischen Erbfolgekrieg. Das Abkommen ist ein Komplex aus vier verschiedenen Verträgen, in denen nicht nur eine Beendigung des Krieges dadurch erreicht werden sollte, dass die Anlässe des Krieges beseitigt wurden, es sollten darüber hinaus die früher guten Beziehungen zwischen den beiden Reichen, Kastilien und Portugal, wiederhergestellt werden. Der erste Teil betraf die Abgrenzung der Interessensphären Portugals und Kastiliens in Westafrika und im östlichen Atlantik. Die anderen Teile enthielten Regelungen, die die Probleme aus dem inneriberischen Erbfolgekrieg lösen sollten. Sie beziehen sich auf die Zukunft der ehemaligen Thronprätendentin Johanna von Kastilien, die Hochzeit des portugiesischen Infanten Alfons mit der kastilischen Infantin Isabella sowie die Behandlung der kastilischen Adeligen, die während des Erbfolgekrieges Johanna von Kastilien unterstützt hatten.
- ↑ Walther L. Bernecker; Horst Pietschmann: Geschichte Spaniens – Von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. 4. Auflage. W. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018766-X, S. 43.
- ↑ Vicente Ángel Álvarez Palenzuela: La guerra civil castellana y el enfrentamiento con Portugal (1475–1479), Kapitel 4: Paz con Portugal (online in der Biblioteca Virtual Miguel de Cervantes (spanisch), abgerufen am 16. Februar 2026).