Vertrag von Lagos

Der Vertrag von Lagos (englisch Treaty of the Economic Community of West African States, ECOWAS; französisch Traité de la Communauté économique des Etats de I’Afrique de l’Ouest, CEDEAO) ist die Vereinbarung, mit der die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft am 28. Mai 1975 gegründet wurde. An der maßgeblichen Konferenz in Lagos nahmen Vertreter aller 16 Westafrika zugerechneten Staaten teil. Mit Ausnahme von Mauretanien bestätigten die Parlamente der teilnehmenden Länder anschließend den Vertrag. Der Vertrag gilt als wichtiger Meilenstein im Verständnis der jungen Nationen kurz nach ihrer Entlassung aus der kolonialen Abhängigkeit.

Schon kurz nach der Vertragsunterzeichnung am 28. Mai 1975 wurde er im Juli von sieben Mitgliedern ratifiziert, hatte also juristische Handlungsfähigkeit erlangt. Mauretanien unternahm keine weiteren Bemühungen um seine Mitgliedschaft, Kap Verde trat erst ein Jahr später bei, im gleichen Jahr, in dem das erste Treffen der Staatsoberhäupter und Außenminister stattfand und sie ihre Tätigkeit formal aufnahmen.