VfL Osnabrück (Basketball)
| VfL Osnabrück (Basketball) | |
| Gegründet | 1957 |
| Auflösung | 1975 |
| Halle | Schloßwallhalle (2200 Plätze) |
| Trainer | |
| Liga | Bundesliga (seit 1966) |
| Erfolge | |
| 1966 Deutscher Vize-Meister (Oberliga-Nord) 1967 Deutscher Vize-Meister und DBB-Pokalsieger 1968 Deutscher Vize-Meister 1969 Deutscher Meister und DBB-Vize-Pokalsieger 1970 DBB-Vize-Pokalsieger | |
In der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre gehörte der VfL Osnabrück zu den bekanntesten und erfolgreichsten „Spitzenteams“ des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Schon mit dem Aufstieg aus der Niedersachsenliga in die erstklassige Oberliga Nord im Jahr 1958 wurde der Grundstein für die spätere Erfolgsgeschichte der Osnabrücker Basketballer gelegt. In der Saison 1965/66 qualifizierte sich das VfL-Team als Staffelsieger der Oberliga Nord für die neue zweigeteilte Basketball-Bundesliga (BBL) und gehörte in der ersten BBL-Spielzeit 1966/67 zu den 20 Gründungsteams. Gleich in der ersten Bundesliga-Saison wurde der VfL Vize-Meister sowie Sieger im ebenfalls neuen DBB-Pokal. Gefolgt von einer weiteren Vize-Meisterschaft in der Saison 1967/68 erreichte der VfL in der Saison 1968/69 seinen ersten und einzigen Deutschen Meistertitel.
Parallel zu den Erfolgen auf nationaler Ebene nahm der VfL auch an internationalen Wettkämpfen teil. Die Osnabrücker waren in drei Spielzeiten in Europapokal-Wettbewerben des Basketball-Weltverbands FIBA vertreten. 1968 konnten die VfL-Spieler im europäischen Wettbewerb der nationalen Pokalsieger das Achtelfinale erreichen. Die Spieler der Bundesligateams waren in den Jahren des Erfolges über die Grenzen Deutschlands hinaus als Sympathieträger bekannt und wirkten für die Stadt Osnabrück als „Aushängeschild“.
Herausragende, in Länderspielbegegnungen ihrer Verbände und/oder durch die Teilnahme an internationalen FIBA-Wettbewerben erfahrene Bundesligaspieler waren Helmut Uhlig, Klaus Weinand und Rassem Yahya, die bereits vor ihrer Zeit beim VfL Osnabrück mit ihren früheren Erstligaclubs einmal oder mehrfach Meister des Deutschen Basketball Bundes (DBB) oder des Deutschen Basketball-Verbandes der DDR (DBV) werden konnten. Aus dem Kreis der fünf VfL-Bundesligaspieler (damals vier „aktuelle“ Spieler sowie mit Rolf Dieter ein ehemaliger VfL-Jugend- und Bundesligaspieler), die nach Oktober 1968 in der Phase der Olympiavorbereitung in der A-Nationalmannschaft zum Einsatz kamen, gehörten 1972 beim olympischen Basketballturnier in München zwei VfL-Spieler zum Olympiateam des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland.
Die VfL-Spieler hatten im Laufe ihrer Spielerkarriere mit ihrem Clubteam und/oder in einer der Nationalmannschaften ihres Basketballverbandes immer wieder Gelegenheit, sich mit den leistungsstärksten Spielern des europäischen Basketballs auf einem hohen athletischen Niveau zu messen und sich an deren herausragendem spielerischen Können zu orientieren. Neben der Auseinandersetzung mit den Spitzenspielern der europäischen Basketballwettbewerbe auf dem Parkett ergaben sich ebenfalls Begegnungen mit Trainern und Schiedsrichtern des europäischen Basketballs. (Die bedeutendsten Persönlichkeiten von ihnen wurden 2008, anlässlich des fünfzigsten Jubiläums der ersten Austragung des Europapokal-Wettbewerbs im Jahr 1958, von der EuroLeague in der Euroleague’s 50 Greatest Contributors List zusammengefasst und im Rahmen einer offiziellen Zeremonie in Madrid geehrt.)
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre gehörte der VfL Osnabrück, zusammen mit den vier weiteren Sportvereinen Alemannia Aachen, Eintracht Frankfurt, FC Bayern München und TSV 1860 München, zu der Gruppe der Erst- und Zweit-Ligaclubs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die mit einer Basketballmannschaft im Kreis der Erstligateams des DBB vertreten waren.
- ↑ VfL Osnabrück wird in Gießen Meister. Höfig überreicht Kapitän Uhlig Meisterschild. In Basketball – amtliches Organ des Deutschen Basketball-Bundes, Nr. 9, 30. April 1969.
- ↑ Deutsche Basketball-Meisterschaften und DBB-Pokalsieger Website Sport-Komplett – Sportarten und Sportereignisse, Daten Basketball. Abgerufen 30. Mai 2012.
- ↑ DDR-Basketball-Meisterschaften – Plätze eins bis drei Website Sport-Komplett – Sportarten und Sportereignisse, Daten Basketball. Abgerufen 6. Mai 2012.
- ↑ „Cup Winners’ Cup 1967–68“ FIBA Europapokal der nationalen Pokalsieger. Website Linguasport, Sport History and Statistics. Abgerufen 30. Mai 2012.
- ↑ Basketball-Geschichte des USC Heidelberg ( vom 9. Dezember 2012 im Webarchiv archive.today) Höhenflüge, bis Saison 1976/1977. Website USC Heidelberg, Historie. Autor Peter Wittig. Abgerufen 30. Mai 2012.
- ↑ Alle Meister der DDR ( vom 31. März 2018 im Internet Archive) Website DDR-Basketball – Alles über Basketball im Osten. Abgerufen 11. August 2012.
- 1 2 FIBA, Helmut Uhlig’s profile ( vom 19. Oktober 2013 im Internet Archive) Website FIBA. Abgerufen 6. Mai 2012.
- 1 2 FIBA, Klaus Weinand’s profile ( vom 19. Oktober 2013 im Internet Archive) Website FIBA. Abgerufen 30. Mai 2012.
- ↑ Basketball / Gastspieler – Zehn Prozent. Rassem Yahya. In: Der Spiegel. Nr. 44, 1969 (online).
- ↑ Creating a European Cup of Champion Clubs Website Linguasport, Sport History and Statistics. Abgerufen 30. Mai 2012.
- ↑ 50 Greatest Contributors List Players, Coaches, Referees. Website Euroleague Basketball ( vom 24. Juli 2009 im Internet Archive)
- ↑ N.N.: The All-Time Player Nominees. ( vom 2. Januar 2015 im Internet Archive) Archiviert von EuroLeague—Website; Barcelona, 2. Januar 2015. Abgerufen am 2. Februar 2019 (in Englisch).