Victim blaming
Victim blaming, (englisch für Täter-Opfer-Umkehr oder Schuldumkehr, auch Opferbeschuldigung) ist das Vorgehen, die Schuld des Täters für eine Straftat dem Opfer zuzuschreiben.
Dadurch wird das Leid des Opfers verstärkt (sekundäre Viktimisierung). Statt Beistand und Hilfe erfährt das Opfer Anklage und Beschuldigung. Traumafolgestörungen werden dadurch wahrscheinlicher und extremer.
- ↑ Viktimisierung. Kriminologie-Lexikon Online, Hrsg.: Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum Thomas Feltes und Institut für Kriminologie der Universität Tübingen Hans-Jürgen Kerner, www.krimlex.de (Archiv). Auch: Hans J. Kerner, Thomas Feltes, Frank Hofmann, Helmut Janssen, Dieter Kettelhöhn: Kriminologie-Lexikon (Grundlagen der Kriminalistik). 4. Auflage, Hüthig Verlag, München 1999, ISBN 3-7832-0989-7.