Volkswartbund

Der Volkswartbund (VWB) war eine der römisch-katholischen Kirche angeschlossene Vereinigung in Deutschland mit Sitz in Köln, die sich dem Kampf gegen Verstöße der öffentlichen Sittlichkeit verpflichtet sah und über bis zu 80 Ortsgruppen verfügte. Hauptanliegen waren Indizierungen in den Medien. Der Vorsitzende wurde vom Kölner Erzbischof ernannt. Generalsekretär war vom Jahr 1927 bis zu seinem Tod 1958 der promovierte Michael Calmes. Einflussreich war der VWB in der Adenauer-Ära; Ende der 1960er Jahre verlor der Verbund an Bedeutung.

  1. Volkswartbund: Schwarze Sehnsucht vom 24. Oktober 1962: In Der Spiegel 43/1962; abgerufen am 31. Mai 2019
  2. Horst, Ernst: Die Nackten und die Tobenden. – München, 2013. – Kapitel „Das Schmutz- und Schundgesetz von 1953 und der Volkswartbund“