Vorlesepriester
| Vorlesepriester in Hieroglyphen | ||||||
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| Titel |
Cheri-hebet / Cheri-habet H̱rj-ḥbt / H̱rj-ḥ3bt | |||||
| Variante |
Cheri-hebet-heri-tep H̱rj-ḥbt-ḥrj-tp Cheri-habet-heri-tep / H̱rj-ḥ3bt-ḥrj-tp Oberster Vorlesepriester | |||||
Der Titel Vorlesepriester, altägyptisch Cheri-hebet, oder auch Cheri-habet, beschreibt ein hohes Amt im Alten Ägypten, das von Priestern ausgeübt wurde. Der Titel ist seit der 1. Dynastie belegt. Vorlesepriester begleiteten Begräbniszeremonien mit Gesängen, Gebeten und Litaneien.
- 1 2 Rainer Hannig: Großes Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch. Die Sprache der Pharaonen. (2800 – 950 v. Chr.) (= Hannig-Lexica. Band 1 = Kulturgeschichte der Antiken Welt. Band 64). von Zabern, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1771-9, S. 521, 639, 640.
- ↑ Eintrag „Cheriheb“ in: Wolfgang Helck, Eberhard Otto: Lexikon der Ägyptologie. Band 1: A-Ernte. Harrassowitz, Wiesbaden 1975, Spalte 940: „Der Priestertitel Cheriheb ist genauer ẖrj (alt: ẖrw) ḥbt zu lesen und bedeutet „der das Ritualbuch trägt“, daher „Vorlesepriester“, „Lector-priest“, „Prêtre lecteur“ übersetzt.“
- ↑ Das Wort ḥbt stammt von ḥ(3)b „Fest“ ab. Die Lesung ḥ3b mit 3 gilt inzwischen aufgrund einer Stelle in den Pyramidentexten als gesichert. „... sollte die korrekte Transkription demnach ẖrj-ḥ3bt lauten, auch wenn diese Schreibung nie vorkommt und archaischer Gepflogenheit entsprechend zumal die Femininendung t unterdrückt wird.“ (Elmar Edel: Altägyptische Grammatik. Band I–II. (= Analecta Orientalia. Band 34 / 39). Pontificium Institutum Biblicum, Rom 1955–1964, S. 45 (§ 104).) So ist die Schreibung inzwischen auch in das Thesaurus Linguae Aegyptiae eingegangen (Lemma-Nr. 124340).