Währungskrise

Eine Währungskrise besteht, wenn der Außenwert einer Währung nicht mehr gehalten werden kann. Das Ergebnis ist eine plötzliche starke Abwertung einer Währung bzw. das ungewollte Aufgeben eines festen Wechselkurses. Zum Ausbruch einer Währungskrise kommt es, wenn Finanzmarktakteure aus der Währung aussteigen (Zunahme der Kapitalabflüsse) und Kredite nicht mehr verlängern (Abnahme der Kapitalzuflüsse). Aufgrund der Unsicherheit über die wirtschaftlich Entwicklung in Verbindung mit einer Kreditklemme mündet eine Währungskrise häufig in eine Finanz- und Wirtschaftskrise.

Akteure (zum Beispiel die Regierung des jeweiligen Landes und/oder der IWF) können versuchen, durch Währungspolitik und/oder Wirtschaftspolitik die Währungskrise zu bekämpfen. Die Zentralbank bekämpft eine Währungskrise mit einer restriktiven Geldpolitik.

  1. Rolf Caspers: Zahlungsbilanz und Wechselkurse. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002, ISBN 978-3486259247, Seite 113–114.
  2. 1 2 Michael Heine, Hansjörg Herr: Volkswirtschaftslehre: Paradigmenorientierte Einführung in die Mikro- und Makroökonomie. Walter de Gruyter, 2013, ISBN 9783486717501, S. 726.