Wärmepumpenheizung
Eine Wärmepumpenheizung ist die Anwendung der Wärmepumpe für Heizzwecke. Sie entzieht der Umwelt (z. B. Atmosphäre, Gewässer oder Erdboden) thermische Energie und bringt diese unter Aufwendung technischer Arbeit mit einem Verdichter über einen thermodynamischen Kreisprozess auf ein höheres, für Heizzwecke nutzbares Temperaturniveau.
Mit einer Wärmepumpenheizung kann im Vergleich zur direkten Wärmeerzeugung aus elektrischer Energie, z. B. per Nachtspeicherheizung, je nach Heizungsvorlauftemperatur etwa die drei- bis fünffache Wärmemenge erzeugt werden. Sie ist ein Mittel zur Erhöhung der Energieeffizienz. Wenn der Antriebsstrom aus regenerativen Energiequellen stammt, kann die Wärmepumpenheizung erheblich zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors beitragen.
Neben dem Beheizen von Gebäuden sind Wärmepumpenheizungen oft auch in der Lage, Gebäude in den Sommermonaten als Klimaanlage abzukühlen, was mit dem klimawandelbedingten Temperaturanstieg immer wichtiger wird.
- ↑ Vgl. Nicolas Glaesmann, Wärmepumpenheizungen. Planungshilfe und Ratgeber für Neubauten und Bestandsgebäude, Wiesbaden 2022, Kap. 6.6 (S. 195ff).