Władysław II. Jagiełło

Jogaila (* vor 1362; † 1. Juni 1434 in Gródek) war von 1377 bis 1381, und erneut von 1382 bis 1401 Großfürst von Litauen. Nach seiner Taufe und der Eheschließung mit der polnischen Königin Hedwig von Anjou (polnisch Jadwiga Andegaweńska) wurde er am 4. März 1386 in Krakau als Władysław II. Jagiełło zum König von Polen gekrönt und regierte in Personalunion gemeinsam mit seiner Gemahlin bis zu deren Ableben am 17. Juli 1399 und anschließend bis zu seinem Tod alleine über Polen.

Die geschlossene Ehe zwischen Jogaila und Hedwig begründete die Union von Krewo, aus dieser bildete sich 1569 der Staat Polen-Litauen. Jogaila war Befehlshaber, zusammen mit Vytautas, in der Schlacht bei Tannenberg (1410). In dieser fügten sie dem Heer des Deutschen Ordens eine empfindliche Niederlage zu, was den Beginn des Niedergangs der Ordensherrschaft in Preußen einleitete, sowie den Aufstieg der Polnisch-Litauischen Union zur europäischen Großmacht.

  1. Jarosław Krawczyk: On Poland and Poles. A Historical Tale. Bellona, Warszawa 2004, ISBN 83-11-10048-9, S. 44–45.