Waldschaf

Waldschaf
Waldschafwidder Waldschafe auf der Weide
Herkunft: Österreich, Deutschland
Alternativnamen: „Zoderte“ ugs.
Gewicht: Bock: 55–80 kg
Aue: 35–60 kg
Wolltyp: Mischwolle
Woll-Farbe: Vorwiegend weiß
Behornung: Männlich: Möglich
Weiblich: Möglich
Bestand: Gefährdet
Liste der Schafrassen

Das Waldschaf ist eine gefährdete alte mischwollige Hausschafrasse, welche überwiegend in Deutschland, Tschechien und Österreich beheimatet ist. Es gehört zum sehr alten Typ des Zaupelschafs, das direkt auf die Urform der westeuropäischen Hausschafe zurückgeht.

Den Namen „Waldschaf“ erhielt es aufgrund seines Verbreitungsgebietes im Mittelgebirge des Bayerischen Waldes, des Böhmerwaldes sowie des Mühl- und Waldviertels. Es galt als das typische Schaf der sogenannten Waldner, also der kleinen Bauernhöfe in den waldreichen Gebirgsregionen Süddeutschlands und Schlesiens.

  1. Rote Liste der bedrohten Nutztierrassen in Deutschland 2013. (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 297 kB) Website der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.
  2. E. Kovács et al.: STR DIVERSITY OF A HISTORICAL SHEEP BREED BOTTLENECKED, THE CIKTA. JAPS: Journal of Animal & Plant Sciences, 10187081, 2019, Bd./Jhrg. 29, Ausgabe 1, Introduction.
  3. Michaela Arndorfer: Wie viele Arten braucht der Mensch? Eine Spurensuche. 1. Auflage. Böhlau Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-205-78516-3, S. 268.