Walther Stennes

Walther Franz Maria Stennes (* 12. April 1895 in Fürstenberg, Westfalen; † 19. Mai 1983 in Lüdenscheid) war ein deutscher Offizier, Politiker, SA-Führer und Militärberater.

Ab 1928 war er Befehlshaber der SA in Berlin und den ostelbischen Provinzen Deutschlands. Nach seinem Bruch mit der NSDAP im April 1931 stand er bis 1933 als Führer an der Spitze einer die NSDAP bekämpfenden sezessionistischen Gruppe paramilitärischer Aktivisten. Nachdem er im Herbst 1933 ins Exil nach China gegangen war, betätigte er sich bis 1949 als Militärberater der Armee der chinesischen Nationalisten im Krieg gegen Japan und Bürgerkrieg gegen die Kommunisten sowie als Befehlshaber der Leibwache des chinesischen Generalissimus Chiang Kai-shek.

  1. In der Literatur tauchen sowohl Walter als auch Walther als Schreibweisen von Stennes’ Vornamen auf. Während es in seiner Geburtsurkunde Walter heißt, verwendete er selbst die Schreibweise Walther. Siehe z. B. den Briefkopf seines Schreibens an Thilo Vogelsang vom 16. Februar 1957 (vgl. IfZ: Zeugenschrifttum Stennes 1, Bl. 11 (als Digitalisat abrufbar auf der Website des IfZ)).
  2. Beigeschriebener Randvermerk auf Stennes’ Geburtsurkunde beim Standesamt Bad Wünnenberg. In der Literatur wird häufig irrtümlich der 18. Mai 1989 als Todesdatum und Fürstenberg als Todesort angegeben.