Walther Wüst

Walther Wüst (* 7. Mai 1901 in Kaiserslautern; † 21. März 1993 in München) war ein deutscher Indologe und nationalsozialistischer Wissenschaftsfunktionär. Er lehrte von 1935 bis 1945 als Professor für „Arische Kultur- und Sprachwissenschaft“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München, war dort bis 1941 Dekan der Philosophischen Fakultät, anschließend bis 1945 „Führer-Rektor“ der Universität. Als Mitglied von NSDAP und SS avancierte der von seinen Studenten als „Rassen-Wüst“ Verspottete 1937 zum Präsidenten (ab 1939 Kurator) der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe, ab 1942 trug er den Rang eines SS-Oberführers. Mit der NS-Zeit endete 1945 auch Wüsts Karriere abrupt.