Wandsbeker Gehölz

Das Wandsbeker Gehölz ist eine 28,3 Hektar große öffentliche Parkanlage in den Hamburger Stadtteilen Marienthal und Wandsbek, Bezirk Wandsbek. Der etwa 2,8 Kilometer lange und bis zu 400 Meter breite Waldstreifen ist ein Rest des früheren Wandsbeker Gutsgeländes. Das dazugehörige Schloss war Ende des 18. Jahrhunderts von dem Kaufmann und Sklavenhändler Heinrich Carl von Schimmelmann erbaut worden, der auch den Schlosspark neu gestalten ließ. 1766 bis 1770 legte Schimmelmann hier einen Lustgarten mit Lindenallee an. Die Lindenallee ist schon vor dem Zweiten Weltkrieg verschwunden.

1857 erwarb der Kaufmann Johann Anton Wilhelm von Carstenn das Gutsgelände, parzellierte es und verkaufte die ersten großen Grundstücke in der Nähe des Schlosses für den Bau einer Villenkolonie nach englischem Vorbild, das heutige Marienthal. Als Carstenn auch den Waldbestand des Gehölzes roden lassen wollte, entschloss sich die Wandsbeker Fleckenverwaltung zum Ankauf.

  1. Geoportal Hamburg. Abgerufen am 29. Oktober 2024 (Stadtplan mit dem zusätzlichen Layer Verzeichnis öffentlicher Grünanlagen).
  2. Ulrike Hoppe und Petra Plambeck: Husaren, Schokolade und Spiele auf der Grenze. In: Werner Skrentny (Hrsg.): Hamburg zu Fuß. 20 Stadtteilrundgänge durch Geschichte und Gegenwart. VSA: Verlag Hamburg, Hamburg 1986, ISBN 9783879753604, S. 108.