War of Jenkins’ Ear

War of Jenkins’ Ear
Teil von: Österreichischer Erbfolgekrieg

Walpole treibt den britischen Löwen hinter einem spanischen Pflüger her, der vier britische Handelsmatrosen vorgespannt hat. Im Hintergrund verliert Robert Jenkins sein Ohr, während ein britisches Kriegsschiff im Kampf gegen ein spanisches Schiff den Kürzeren zieht
(englische Karikatur, 1738)
Datum 22. Oktober 1739 bis 18. Oktober 1748
Ort Nord-, Mittel-, Südamerika, Karibik und Atlantik
Ausgang Status quo ante bellum
Friedensschluss Friede von Aachen
Konfliktparteien

Großbritannien Konigreich Großbritannien

Spanien

Befehlshaber

Robert Walpole

Philipp V.

Der War of Jenkins’ Ear (Englisch für Krieg um Jenkins’ Ohr) bzw. Guerra del Asiento (Spanisch für Asiento-Krieg) war ein Kolonialkrieg zwischen Großbritannien und Spanien, der von 1739 bis 1742 stattfand. Er ist nach dem abgeschnittenen Ohr des Handelskapitäns Robert Jenkins benannt, das dieser als Beweis für gewaltsame spanische Übergriffe gegen britische Seefahrer 1738 dem britischen Parlament vorlegte.

Der von den Briten in der Karibik und den südlichen Kolonien Nordamerikas geführte Krieg diente dem Ziel, die spanische Vormachtstellung im westindischen Raum zu brechen und den spanischen Überseehandel auszuschalten. Bei ihren Angriffen auf spanische Stützpunkte errangen die Briten mit der Einnahme des spanischen Portobelo aber nur im ersten Kriegsjahr einen signifikanten Erfolg. Nachdem alle weiteren, im Zusammenwirken von Einheiten der Flotte und Landungstruppen der britischen Infanterie als amphibische Unternehmen durchgeführten Aktionen scheiterten und das britische Expeditionskorps durch Guerilla-Aktionen und Tropenkrankheiten immer weiter zusammengeschmolzen war, wurden die Kämpfe im Verlauf des Jahres 1742 schließlich ergebnislos eingestellt. An den britischen Sieg von Portobelo erinnert noch heute die Straßenbezeichnung „Portobello Road“ in London.