Wartenberg (altmärkisch-nordthüringisches Adelsgeschlecht)
Die Familie von Wartenberg ist ein altes Adelsgeschlecht, das in der Altmark und im nördlichen Thüringen beheimatet war. Es ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen böhmischen Familie Wartenberg anderen Stammes. Sein gleichnamiges Stammhaus befand sich im Kreis Stendal. Erster urkundlich erwähnter Vertreter der Familie ist Fridericus de Wardenberge, der in der ältesten Urkunde der Stadt Perleberg vom 6. April 1239 genannt wird. Des Weiteren findet sich die Familie unter dem gleichen Vetter 1246 in Wittenberge wieder. Ein Hans von Wartenberg fand bereits 1338 in Urkunden zur Ortschaft Spiegelhagen und den dortigen Schultzenhof Erwähnung. Die Stammreihe beginnt mit Achim von Wartenberg um 1540.
An nennenswerten Grundbesitz konnte die Familie über Generationen von Dergenthin ausgehend das Gut in Guhlsdorf bewirtschaften, nach dem Ort benennt sich auch genealogisch die Familienlinie I. Die Familienlinie II nutzt die Namensführung Luggendorf. Beide erwähnten Begüterungen lagen in der Prignitz. In dieser Region finden sich bis heute in der dortigen Dorfkirche Uenze im Fußboden zwischen Altar und Kanzel eingelassen Fragmente der Grabplatte für den Ritter Friedrich von Wartenberg († 1408). In der Dorfkirche Dergenthin wurden bei einer genealogischen Inventur 1892 das bunte Wappen des Peter von Wartenberg und das seiner Ehefrau, eine geborene von Graevenitz, erfasst.
- ↑ Genealogisches Handbuch der Adiligen Häuser. A (Uradel). 1998. Band XXV, Band 117 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1998, ISBN 3-7980-0817-5, S. 532.
- ↑ Vgl. grundsätzlich: Adolph Friedrich Riedel (Hrsg.): Codex diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellenschriften für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Band A I, F. H. Morin, Berlin 1838, S. 123., S. 142, S. 242.
- ↑ Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band XV, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2004, ISBN 3-7980-0834-5, S. 465.
- ↑ Ad. M. Hildebrandt (Hrsg.): Beilage zum Deutschen Herold. Zeitschrift für Wappen-Siegel- und Familienkunde. Nr. 3, Jahrgang XXIII. 1892, Inventar älterer Oelbildnisse, Denkmäler u. s. w. des Deutschen Adels. Hrsg. Herold (Verein), Julius Sittenfeld. Carl Heymanns Verlag und Selbstverlag, Berlin Dezember 1892, S. 36.