Wasserdargebot

Das Wasserdargebot ist die bestimmende Größe des regionalen Wasserkreislaufs und Grundlage der Wasserwirtschaft. Sein Wert steht für die zur Verfügung stehende nutzbare Menge der Ressource „Süßwasser“, die in Form von Grund- und Oberflächenwasser dem natürlichen Wasserkreislauf eines Staates oder einer Region potenziell langfristig entnommen werden kann. Überschreitet die Wasserentnahme einen bestimmten Prozentsatz der Ressourcen, entsteht Wasserstress. Ein Ausgleich für das entnommene Wasser kann nur über den Niederschlag erfolgen.

Der Wert für das Wasserdargebot wird in der Regel für ein 30-jähriges Zeitintervall aus der Wasserbilanz bestimmt und steht damit für das Mittel der 30-jährigen Grundwasserneubildung. Die Bilanz auf Jahresbasis ergibt die erneuerbare Wasserressource, die beträchtlichen jährlichen Schwankungen um das potentiell langfristige Wasserdargebot unterliegt.