Wasserstoffbrückenbindung
| Wasserstoffbrückenbindung |
| Die Wasserstoffbrückenbindung zwischen zwei Wassermolekülen; die beteiligten Atome sind blau, die eigentliche Brückenbindung blau gepunktet dargestellt. |
Die Wasserstoffbrückenbindung, Wasserstoffbrücke oder H-Brücke, gehört zu den intermolekularen Anziehungskräften zwischen einem kovalent gebundenen Wasserstoffatom und einem freien Elektronenpaar eines Atoms, das sich in einer Atomgruppierung befindet. Die Wechselwirkung tritt nur dann auf, wenn das anziehende Atom in der Atomgruppierung elektronegativer ist als Wasserstoff.
Die Wechselwirkungen zwischen den Molekülen sind bei Wasserstoffbrückenbindung stärker ausgeprägt als bei anderen intermolekularen Kräften (Nebenvalenzbindungen). Da sie jedoch in der Regel deutlich unter der Stärke einer chemischen Bindung (kovalente Bindung, ionische Bindung) liegen, wird im Folgenden anstelle von Wasserstoffbrückenbindung der Begriff Wasserstoffbrücke bevorzugt.
Wasserstoffbrücken zwischen Molekülen führen zu einem – im Verhältnis zur Molmasse – erhöhten Schmelz- und Siedepunkt der betreffenden Verbindung. Solche Wechselwirkungen innerhalb großer Moleküle, z. B. Peptiden, oder zwischen kleineren Molekülen, z. B. Nucleinsäuren, bestimmen dann die Struktur dieser Moleküle.