Weizen

Weizen

Weizenfeld mit unbegranntem Weizen (Triticum aestivum)

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Tribus: Triticeae
Gattung: Weizen
Wissenschaftlicher Name
Triticum
L.

Als Weizen wird eine Reihe von Pflanzenarten der Süßgräser (Poaceae) der Gattung Triticum bezeichnet, die als Getreide angebaut werden. Etymologisch leitet sich das Wort Weizen vom „weißen“ (hellen) Mehl und der hellen Farbe der Weizenfrucht ab, der Gattungsname Triticum (Mahlfrucht, Dreschgetreide) vom lateinischen Partizip tritum (gerieben, gedroschen).

Weichweizen (Brotweizen) macht über 90 % der weltweiten Erntemenge aus. Weichweizen ist meist ein Kolbenweizen. Der Begriff bezieht sich auf das Erscheinungsbild der Ähre, die sich von Gerste und Roggen daran unterschieden lässt, dass die kräftigen Körner keine Grannen besitzen. Die Ähren des eher in trockenem Klima angebauten Hartweizen tragen hingegen häufig Grannen (Grannenweizen, Bartweizen). Hartweizen macht weltweit bis zu 10 % der Erntemenge aus. Die eher gelblichen Körner haben einen hohen Proteingehalt (Gluten/Kleber) und werden etwa zur Herstellung von Pasta genutzt.

Weizen nimmt weltweit die größte Anbaufläche ein und der Welthandel mit Weizen übertrifft die Handelsmenge aller anderen Feldfrüchte zusammengenommen. Nach dem Mais und vor dem Reis erreicht Weizen die größte Erntemenge und ist in unterschiedlicher Ausprägung in allen Kulturkreisen bekannt. Weizen gehört wie die meisten Getreidearten zu den C3-Pflanzen.

Genetisch werden Weizenarten in diploide (Einkorn), tetraploide (Rauweizen) und hexaploide (Weichweizen) Formengruppen eingeteilt. Ursprünglich gab es eine große Farben- und Formenvielfalt. Sogenannter Wunderweizen hat verzweigte Ähren, die vermutlich auf eine genetische Mutation zurückzuführen sind.

  1. Grimm: Deutsches Wörterbuch (online)
  2. Jörg Mildenberger: Anton Trutmanns 'Arzneibuch. Teil II: Wörterbuch (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 56). Band V, Würzburg 1997, S. 2266.
  3. Alois Walde: Lateinisches etymologisches Wörterbuch. 3. Aufl. besorgt von Johann Baptist Hofmann, I–III, Heidelberg 1938–1965, Band II, S. 707.
  4. K. F. X. Mayer: A chromosome-based draft sequence of the hexaploid bread wheat (Triticum aestivum) genome. In: Science. 345. Jahrgang, Nr. 6194, 2014, S. 1251788, doi:10.1126/science.1251788, PMID 25035500 (escholarship.org [PDF]). Vorlage:Cite journal: Der Parameter language wurde bei wahrscheinlich fremdsprachiger Quelle nicht angegeben.
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  6. deutschlandfunk.de: Weizen - Geringere Ernte durch Klimaerwärmung. Abgerufen am 29. März 2022.