Werden (Philosophie)
Das Werden ist ein Grundbegriff der dialektischen Logik, der das Prozesshafte der Welt, das Entstehen und Vergehen von Wesen, Dingen und Zuständen beschreiben soll. Im Gegensatz zur Veränderung bezeichnet Werden ein sich aus sich selbst entwickelndes Geschehen. Von diesem Begriff ausgehend, versucht philosophisches Denken, Prozesshaftigkeit und Veränderlichkeit zu deuten.
Das Wort „Werden“ ist ein substantiviertes Verb. Der Begriff des Werdens ist eine grundlegende Kategorie der philosophischen Metaphysik. Während der Gegenbegriff das „Sein“ im absoluten Sinne auf eine Permanenz, eine Stabilität in der Zeit verweist, bezeichnet das Werden eine fortschreitende Veränderung dessen, was manchmal nicht ist und dann wieder ist, durch eine Veränderung seiner Attribute.
- ↑ Michel Blay: Dictionnaire des concepts philosophiques (= In extenso). Larousse CNRS éd, Paris 2013, ISBN 978-2-03-585007-2, S. 880 (französisch, Urtext fr-WP Stand 25.04.2025).