Westfälischer Hellweg

Der Westfälische Hellweg, oft nur Hellweg genannt, ist der bekannteste Hellweg in Nordrhein-Westfalen. Es bezeichnet den westlichen Teil der mittelalterlichen Wegverbindung zwischen Rhein und Elbe entlang der nördlichen deutschen Mittelgebirgsschwelle. Im Speziellen bezeichnet der Begriff den Abschnitt zwischen Duisburg und Paderborn bis zum Weserübergang bei Corvey auf der Straße zwischen Aachen und Goslar. Sie ist die Straße, welche u. a. die Kernstädte des Ruhrgebiets miteinander verbunden hat und somit das Ruhrgebiet entstehen ließ. Die heutige Autobahn A 40 ist aus dem Hellweg entstanden.

Bedeutung und Alter der Bezeichnung „Hellweg“ waren immer wieder Gegenstand gelehrter Auseinandersetzungen. Sie wird oft als uralt angesehen, verweist jedoch zunächst ins Mittelalter. Der Begriff Hellweg ist in der bezeichneten westfälischen Region als Name für die betreffende(n) Strecke(n) prominent und heute allgemein gebräuchlich. Von der Geschichte der Bezeichnung ist die besondere geschichtliche Bedeutung der heute als Hellweg bezeichneten Strecke(n) zu unterscheiden.

  1. 1 2 Thomas Mader: Der Hellweg – die Straße, an der das Ruhrgebiet entstand. 27. August 2019, abgerufen am 21. Juni 2020.
  2. Zitat Hermann Rothert: „Erwähnt sei (…), daß der Name Hellweg in Westfalen urkundlich erst verhältnismäßig spät zu belegen ist. Im Jahre 1280 wird die curtis in Selehorst (Selhorst Kr. Wiedenbrück), quae appellatur Helewech (WUB III 1116) genannt, im Jahre 1291 erscheinen bona de Helewech (Helfshof in Stalleiken bei Wattenscheid (?) WUB VII 2206). Der Hellweg in der Stadt Soest kommt zuerst vor 1304 in vico qui dicitur Helewech apud portam beati Jacobi, ferner 1338 apud stratam regiam que Heleweg vocatur apud vulgus (Soester Zschr. 44/45 S. 66).“ In: Georg Niemeier und Hermann Rothert: Der Stadtplan von Soest, in: Westfälische Zeitschrift 103/104, 1954, S. 30–92, hier S. 88 (https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-9673.pdf)