Westfront (Zweiter Weltkrieg)

Die Westfront (englisch Western Front, französisch Front de l'Ouest, niederländisch Westfront, italienisch Fronte occidentale) war ein Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs. An der Westfront wurden zwischen Juni 1944 und Mai 1945 schwere Kämpfe ausgetragen, nachdem die Alliierten im Rahmen der Operation Overlord in Nordfrankreich gelandet waren. Große Zahlen US-amerikanischer und britischer Truppen sowie kleinere Kontingente aus Kanada, Polen und anderen Staaten waren an der Invasion beteiligt. Die Truppen des nationalsozialistischen Deutschlands konnten die alliierten Landungstruppen bis Ende Juli in der Normandie einschließen, denen jedoch im Rahmen der Operation Cobra der Ausbruch aus der Umklammerung gelang. Nach der Befreiung von Paris und dem Beginn einer weiteren Landung in Südostfrankreich im Rahmen der Operation Dragoon zogen sich die deutschen Truppen aus dem besetzten Frankreich zurück, wobei viele im Kessel von Falaise festgesetzt wurden.

Es gelang den Deutschen, einen ambitionierten alliierten Fallschirmangriff in Form der Operation Market Garden abzuwehren und entlang des Rheins und am Westwall ihre Verteidigung bis zum Jahreswechsel 1944/1945 zu stabilisieren. Der deutsche Versuch, Mitte Dezember 1944 mit der Ardennenoffensive die Kriegswende herbeizuführen, scheiterte jedoch. Bis März 1945 rückten die Alliierten entlang der gesamten Linie an den Rhein heran, den sie bis Anfang April an mehreren Stellen überquerten. Daraufhin überrannten große Verbände sowohl Nordwest- als auch Südwestdeutschland und stellten am 25. April 1945 bei Torgau die Verbindung zur Roten Armee der Sowjetunion und damit zur Ostfront her. Der Krieg an der Westfront endete mit der deutschen Kapitulation vom 8./9. Mai 1945.