Österreichische Nationalbibliothek

Österreichische Nationalbibliothek

Gründung 1368 (als kaiserliche Hofbibliothek)
Bestand 12.229.285, davon über 3,9 Millionen Bücher
Bibliothekstyp Nationalbibliothek
Ort Wien 1., Hofburg (Heldenplatz, Hauptbibliothek), Palais Mollard
ISIL AT-OeNB
Betreiber Republik Österreich
Leitung Michaela Mayr
Website www.onb.ac.at

Die Österreichische Nationalbibliothek mit Sitz in der Hofburg in Wien ist die öffentlich zugängliche, zentrale wissenschaftliche Bibliothek der Republik Österreich. Die Lesesäle befinden sich am Heldenplatz, die historischen Sammlungen und die Verwaltung sind vom benachbarten Josefsplatz zugänglich. Weitere Abteilungen befinden sich in anderen Teilen der Hofburg und im Palais Mollard-Clary in der Herrengasse. Die zuständige Aufsichtsbehörde der Österreichischen Nationalbibliothek ist das Bundeskanzleramt.

Als Nationalbibliothek sammelt sie unter anderem die Pflichtexemplare aller in Österreich erschienenen oder hergestellten Druckwerke. Darunter sind alle von den österreichischen Universitäten approbierten Dissertationen. Seit Juli 2000 wurde die Sammlung von Pflichtexemplaren auf elektronische Medien ausgeweitet. Mit dem Projekt ANNO werden auch historische Zeitungen und Zeitschriften gescannt und online zur Verfügung gestellt.

Im Kaisertum Österreich, ab 1867 in Österreich-Ungarn, war die Bibliothek bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als k. k. Hofbibliothek eine der umfangreichsten Universalbibliotheken der Welt. Heute liegt der Schwerpunkt der Sammlung im geisteswissenschaftlichen Bereich.

Als Bundesmuseum umfasst die Österreichische Nationalbibliothek auch fünf spezielle Angebote: den Prunksaal, das Papyrusmuseum, das Globenmuseum, das Esperantomuseum und das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek im denkmalgeschützten ehemaligen k.k. Hofkammerarchiv in der Johannesgasse 6 im 1. Wiener Bezirk.