Wilhelmshaven
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 31′ N, 8° 6′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Höhe: | 3 m ü. NHN | |
| Fläche: | 107,07 km² | |
| Einwohner: | 75.745 (31. Dez. 2024) | |
| Bevölkerungsdichte: | 707 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 26382–26389 | |
| Vorwahlen: | 04421, 04423, 04425 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WHV | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 05 000 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 26382 Wilhelmshaven | |
| Website: | www.wilhelmshaven.de | |
| Oberbürgermeister: | Carsten Feist (parteilos) | |
| Lage der Stadt Wilhelmshaven in Niedersachsen | ||
Wilhelmshaven [] (niederdeutsch Willemshaven) ist eine kreisfreie Stadt in Niedersachsen. Sie liegt im Nordwesten Deutschlands, an der Nordwestküste des Jadebusens, einer etwa 190 km² großen Meeresbucht an der Nordsee. Die Mittelstadt hat 75.745 Einwohner und ist ein Oberzentrum. Seit 2006 gehört Wilhelmshaven zur Metropolregion Nordwest, einer von insgesamt zwölf europäischen Metropolregionen in Deutschland.
Die Stadtgeschichte ist seit der Einweihung als „erster deutscher Kriegshafen an der Jade“ am 17. Juni 1869 eng mit der Geschichte der Deutschen Marine verbunden. Die Stadt ist heute der größte Standort der Deutschen Marine, seit Umsetzung des Stationierungskonzepts 2011 der Bundeswehr auch der größte Standort der Bundeswehr und einer der größten Marinestützpunkte in Westeuropa.
Wilhelmshaven hat den Tiefwasserhafen mit der größten Wassertiefe in Deutschland und ist der größte Erdölumschlaghafen des Landes. 72 Prozent des Rohölumschlags aller deutschen Seehäfen und fast 27 Prozent des deutschen Rohölimports werden über Wilhelmshaven abgewickelt. Von hier führen Pipelines zu Erdölraffinerien im Rhein-Ruhr-Gebiet und nach Hamburg. Das tiefe Fahrwasser der Jade prägt die Wirtschaft und ist die Basis für Ansiedlungen von Großbetrieben der Petrochemie, der chemischen Industrie, der stromerzeugenden Industrie, der Logistik-Industrie und weiterer maritimer Wirtschaftszweige (Reparaturwerften, Schiffsausrüstungen etc.). Mit dem im September 2012 eröffneten JadeWeserPort erhielt Wilhelmshaven ein von der Tide unabhängiges Containerterminal, das auch die größten Containerschiffe voll beladen abfertigen kann.
Die Nordseestadt ist Standort der Jade Hochschule sowie wissenschaftlicher Forschungseinrichtungen wie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, des Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung, des Instituts für Vogelforschung und des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres.
Wilhelmshaven profitiert vom Tourismus an der Nordseeküste. Die Stadt zieht mit ihren Einkaufsmöglichkeiten und ihren touristischen Einrichtungen Feriengäste der umliegenden Badeorte an.
- ↑ Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
- ↑ Wilhelmshaven wird größter Bundeswehrstandort Deutschlands ( vom 29. Dezember 2013 im Internet Archive), abgerufen am 25. November 2012.
- ↑ Neues Stationierungskonzept der Bundeswehr – Niedersachsen ( vom 26. März 2016 im Internet Archive) (PDF), abgerufen am 17. August 2024.
- ↑ Bundeswehr.de: Sebastian Nothing – Bundeswehrstandorte und Liegenschaften: So groß wie das Saarland. ( vom 5. Dezember 2024 im Internet Archive), abgerufen am 10. Juni 2025.
- ↑ Kennzahlen zur maritimen Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland (Jahresbericht 2009) (PDF; 7,8 MB) abgerufen am 2. Juli 2010.