Windows-Subsystem für Linux

Windows-Subsystem für Linux

Bash innerhalb conhost.exe unter Windows 10
Basisdaten
Entwickler Microsoft
Erscheinungsjahr 2016
Aktuelle Version 2.6.3
(12. Dezember 2025)
Betriebssystem Windows 10, Windows 11
Programmier­sprache C++
Kategorie Kompatibilitätsschicht
Lizenz Microsoft EULA, GNU General Public License, Version 2, proprietäre Lizenz
learn.microsoft.com/windows/wsl

Das Windows-Subsystem für Linux bzw. im englischen Originaltitel Windows Subsystem for Linux, kurz WSL, ist eine in Windows 10 und Nachfolgeversionen integrierte Kompatibilitätsschicht zum Ausführen von Linux-Executables im ELF-Format. Microsoft und Canonical gingen hierzu eine Partnerschaft zu dem Zweck ein, in Windows ein Ubuntu-Image (ursprünglich 14.04 „Trusty Tahr“) herunterladen und installieren zu können. Die in diesem Image enthaltenen Anwendungen können mit WSL – im Gegensatz zum Vorgänger Windows Services for UNIX (SFU) – nativ unter Windows ausgeführt werden.

WSL 1 beinhaltet eine Linux-kompatible Kernelschnittstelle, die von Microsoft entwickelt worden ist, selbst aber keinen Code des Linux-Kernels enthält. Von Ubuntu bereitgestellte ausführbare Dateien laufen im User Mode darauf.

Der Nachfolger WSL 2 setzt stattdessen auf einen Virtualisierungsansatz mittels Hyper-V. Dies bietet neben einer besseren Performance auch eine vollständige Kompatibilität von Systemaufrufen, da hier ein vollständiger Linux-Kernel zum Einsatz kommt. Dies bringt allerdings die üblichen Nachteile eines Typ-1-Hypervisors mit sich. Zum einen die Tatsache, dass das Host-Betriebssystem anschließend selbst virtualisiert läuft (erhöhte Latenzzeiten könnten z. B. Echtzeitanwendungen beeinträchtigen). Zum anderen kann es Probleme geben, anschließend andere Virtualisierungsprodukte parallel zu betreiben.

Am 17. November 2022 veröffentlichte Microsoft die Version 1.0.0 des über den Microsoft Store verfügbaren Software-Pakets für Windows 10 und 11. Diese Versionsnummer hat allerdings nichts mit WSL 1 oder 2 zu tun, denn mit dem Windows-Subsystem für Linux lassen sich beide Varianten nutzen – WSL 2 ist allerdings die Voreinstellung.

  1. Release 2.6.3. 12. Dezember 2025 (abgerufen am 7. April 2026).
  2. github.com. 6. Juli 2025.
  3. Windows-Subsystem für Linux: Dokumentation. Microsoft, 11. Juli 2016, archiviert vom Original am 28. April 2020; abgerufen am 28. August 2020.
  4. Mike Harsh: Run Bash on Ubuntu on Windows. In: Building Apps for Windows. Microsoft, 30. März 2016. Vorlage:Cite web: Der Parameter language wurde bei wahrscheinlich fremdsprachiger Quelle nicht angegeben.
  5. Klint Finley: Why Microsoft Making Linux Apps Run on Windows Isn’t Crazy. In: Wired. Condé Nast, 30. März 2016. Vorlage:Cite web: Der Parameter language wurde bei wahrscheinlich fremdsprachiger Quelle nicht angegeben.
  6. Dustin Kirkland: Ubuntu on Windows – The Ubuntu Userspace for Windows Developers. In: Ubuntu Insights. Canonical, 30. März 2016, abgerufen am 21. September 2016. Vorlage:Cite web: Der Parameter language wurde bei wahrscheinlich fremdsprachiger Quelle nicht angegeben.
  7. Jack Hammons: Bash on Ubuntu on Windows. In: Microsoft Developer Network. Microsoft, 9. April 2016. Vorlage:Cite web: Der Parameter language wurde bei wahrscheinlich fremdsprachiger Quelle nicht angegeben.
  8. craigloewen-msft: Vergleich zwischen WSL 2 und WSL 1. Abgerufen am 21. August 2020 (deutsch).
  9. Client Hyper-V in Windows 8: nur für Testumgebungen, nicht für Endanwender | WindowsPro. Abgerufen am 21. August 2020.
  10. Microsoft: WSL 2 kann nicht neben VMware oder Virtualbox laufen - Golem.de. Abgerufen am 21. August 2020 (deutsch).
  11. Jonas Volkert: Windows Subsystem for Linux: Microsoft gibt WSL Version 1.0.0 offiziell frei. In: Heise online. 17. November 2022. Abgerufen am 17. November 2022.; Zitat: „Für Windows 11- und 10-User ist WSL jetzt als finale Version 1.0.0 im Microsoft Store downloadbar. … Zuvor war im Microsoft Store bis zuletzt nur eine Preview 0.70.8 verfügbar.“.
  12. Jonas Volkert: Windows Subsystem for Linux: Microsoft gibt WSL Version 1.0.0 offiziell frei. In: Heise online. 17. November 2022. Abgerufen am 17. November 2022.; Zitat: „Diese beiden Ausprägungen von WSL haben grundsätzlich nichts mit dem Sprung auf 1.0.0 zu tun: Er gilt für das Software-Paket, das im Microsoft Store erhältlich ist. Dieses enthält beide Varianten, WSL 1 und 2, und lässt die Wahl. WSL 2 ist aber per Default voreingestellt …“.