Wirtschaft Griechenlands
| Griechenland | |
|---|---|
| Weltwirtschaftsrang | 54. (nominal) (2024) |
| Währung | Euro |
| Handels- organisationen | Europäische Union, WTO |
| Kennzahlen | |
| Bruttoinlands- produkt (BIP) | 257,1 Milliarden USD (nom.) (2024) 447,1 Milliarden USD (PPP) (2024) |
| BIP pro Kopf | 24.716 USD (nominal) (2024) 42.985 USD (PPP) (2024) |
| BIP nach Wirtschaftssektor | Landwirtschaft: 3,3 % (2024) Industrie: 15,4 % (2024) Dienstleistung: 68,0 % (2024) |
| Wachstum | 2,3 % (2024) |
| Inflationsrate | 2,3 % (2024) |
| Gini-Index | 33,4 (2022) |
| Erwerbstätige | 4,655 Mio. (2024) |
| Arbeitslosenquote | 10,1 % (2024) |
| Außenhandel | |
| Export | 108,4 Mrd. $ (2024) |
| Exportgüter | raffiniertes Erdöl, verpackte Medikamente, Aluminium, Olivenöl, Tabak |
| Exportpartner | Italien: 12 % (2023) Deutschland: 6 % (2023) Zypern: 6 % (2023) Bulgarien: 4 % (2023) Vereinigte Staaten: 4 % (2023) |
| Import | 122,4 Mrd. $ (2024) |
| Importgüter | Rohöl, raffiniertes Erdöl, Erdgas, Autos, verpackte Medikamente |
| Importpartner | Deutschland: 10 % (2023) China: 10 % (2023) Italien: 8 % (2023) Irak: 7 % (2023) Niederlande: 6 % (2023) |
| Außenhandelsbilanz | – 14 Mrd. € (2024) |
| Öffentliche Finanzen | |
| Öffentliche Schulden | 154,8 % des BIP (2024) |
| Staatseinnahmen | 49,3 % des BIP (2024) |
| Staatsausgaben | 48,0 % des BIP (2024) |
| Haushaltssaldo | 1,3 % des BIP (2024) |
Die Wirtschaft Griechenlands gehört zu den entwickelten Volkswirtschaften. Das Land ist Mitglied der Europäischen Union, der OECD sowie der Eurozone. Die griechische Wirtschaft wird von einem umfangreichen Dienstleistungssektor dominiert, der einen großen Teil des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwirtschaftet. Wichtige Einnahmequellen sind insbesondere der Tourismus, der direkt und indirekt nahezu ein Fünftel der Wirtschaftsleistung ausmacht, und die Seeschifffahrt – griechische Reedereien besitzen die größte Handelsflotte der Welt. Der sekundäre Sektor trägt etwa 15 % zum BIP bei (vor allem Lebensmittelverarbeitung, Chemie, Metallverarbeitung und Bauwirtschaft), während die Landwirtschaft trotz historischer Bedeutung nur noch knapp 3 % des BIP stellt. Nach einer Phase robusten Wachstums in den 2000er-Jahren geriet Griechenland infolge hoher Staatsverschuldung in eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2010. Durch internationale Hilfspakete und Reformen stabilisierte sich die Lage wieder, und seit den späten 2010er-Jahren verzeichnet das Land eine moderate Erholung. Die Arbeitslosenquote, die 2016 noch bei ca. 25 Prozent lag, sank 2024 erstmals wieder auf unter 10 Prozent. Dennoch sieht sich die griechischen Wirtschaft weiterhin mit Herausforderungen wie hoher Staatsverschuldung, strukturellem Reformbedarf, demografischer Alterung und regionalen Entwicklungsunterschiede konfrontiert.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 World Economic Outlook Database, April 2025 Abgerufen im Februar 2026
- 1 2 3 4 5 6 7 CIA World Factbook: Greece Abgerufen am 17. September 2025
- ↑ Economic and political overview in Greece. Abgerufen am 1. Februar 2026.
- ↑ Arbeitslosenquote Griechenland | 1998-2025 Daten | 2026-2028 Prognose. Abgerufen am 1. Februar 2026.