Wirtschaftsrat der CDU
| Wirtschaftsrat der CDU e. V. | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Gründung | 9. Dezember 1963 in Bonn |
| Sitz | Berlin |
| Zweck | Interessenvertretung |
| Präsidentin | Astrid Hamker |
| Mitglieder | 12.364 (2024) |
| Website | www.wirtschaftsrat.de |
Der Wirtschaftsrat der CDU e. V. ist eine CDU-nahe Lobbyorganisation, die die Interessen ihrer Mitglieder aus der Wirtschaft vertritt.
Der Wirtschaftsrat hat – anders als andere Lobbyorganisationen – einen privilegierten Zugang zur Spitze der CDU, unter anderem durch die Teilnahme seiner Präsidentin als „ständiger Gast“ (mit Rederecht, ohne Stimmrecht) an Sitzungen des CDU-Bundesvorstands. Dazu wies der Wirtschaftsrat laut Lobbyregister beim Deutschen Bundestag für das Jahr 2024 mehr als 5,3 Millionen Euro als „jährliche finanzielle Aufwendungen im Bereich der Interessenvertretung“ gegenüber Bundestag und Bundesregierung aus.
Der Wirtschaftsrat, 1963 zunächst unter dem Namen Zusammenschluss deutscher Unternehmer auf berufsständischer Basis gegründet, trägt mit Duldung der CDU den Zusatz CDU im Namen. Anders als beispielsweise die Mittelstands- und Wirtschaftsunion hat der Wirtschaftsrat nicht den Status einer Vereinigung oder Sonderorganisation innerhalb der Union. Finanziell und juristisch ist der Wirtschaftsrat somit unabhängig von der CDU und nicht an das Parteiengesetz und dessen Transparenzregeln gebunden. Eine Mitgliedschaft in der CDU ist keine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Wirtschaftsrat.
- 1 2 Lobbyregistereintrag "Wirtschaftsrat der CDU e.V." Abgerufen am 3. Februar 2026.
- ↑ Juristische Bedenken gegen die Rolle des Wirtschaftsrats in der CDU. Spiegel Online, 12. Januar 2022.
- ↑ Christine Dankbar: CDU darf Lobbyverein im Vorstand behalten. In: Frankfurter Rundschau. 6. Dezember 2024, abgerufen am 27. Dezember 2024.
- ↑ Vereinigungen und Sonderorganisationen innerhalb der CDU,
- ↑ Süddeutsche Zeitung, CDU-Wirtschaftsrat wegen Demo in Erklärungsnot, 13. Mai 2020