Zwölfte Isonzoschlacht

Schlacht von Karfreit
Teil von: Erster Weltkrieg

Vormarsch der Österreicher und Deutschen nach der Schlacht von Karfreit
Datum 24. Oktober 1917 bis 27. Oktober 1917
Ort Kobarid
Ausgang Sieg der Mittelmächte, Rückzug der Italiener bis zum Piave
Konfliktparteien

Osterreich-Ungarn Österreich-Ungarn
Deutsches Reich Deutsches Reich

Italien 1861 Königreich Italien

Befehlshaber

Deutsches Reich Otto von Below
Osterreich-Ungarn Svetozar Boroević von Bojna
Osterreich-Ungarn Alexander von Krobatin

Italien 1861 Emanuel von Savoyen
Italien 1861 Luigi Capello
Italien 1861 Luigi Cadorna

Truppenstärke

400.000 Soldaten, 34 Divisionen

856.000 Soldaten, 41 Divisionen

Verluste

Tote: etwa 5.000

Tote: etwa 13.000, mehr als 300.000 Gefangene

Die Zwölfte Isonzoschlacht oder auch Schlacht von Karfreit (dem heutigen Kobarid), italienisch Battaglia di Caporetto, ist die Bezeichnung der letzten Isonzoschlacht im Ersten Weltkrieg. Sie begann am 24. Oktober 1917 und endete als solche am 27. Oktober 1917 mit dem Erreichen des von den Österreichern als Maximalziel festgesetzten Tagliamento. Häufig werden auch die anschließenden Kampfhandlungen bis zum Übergang in den Stellungskrieg am Piave mit zur Schlacht gerechnet. Die Schlacht war die erste große Bewegungsschlacht an der bisher im Stellungskrieg verharrenden Alpenfront und einer der größten militärischen Siege der Mittelmächte während des Krieges. Der österreichische Erfolg der Offensive beruhte wesentlich auf der Unterstützung durch starke deutsche Kräfte und dem zusammen mit dem Artillerieschlag durchgeführten Einsatz von Giftgas. Die Niederlage führte zu einer schweren Krise in der italienischen Militärführung und zur Entlassung des italienischen Oberbefehlshabers Cadorna. Eine Stabilisierung der Front konnte durch das Einschieben französischer und britischer Truppenteile gewährleistet werden. Auch blieb der Abzug deutscher Truppen und die Überdehnung der Versorgungslinien nicht ohne Wirkung und stoppte den Vormarsch der Mittelmächte.