Xujiayao-Mensch
Als Xujiayao-Mensch (chinesisch 许家窑人, Pinyin Xǔjiāyáorén, englisch Xujiayao Man) werden einige im Norden der Volksrepublik China entdeckte Fossilien bezeichnet, die als mindestens 100.000 Jahre alt gelten. Sie wurden zwischen 1976 und 1979 in Xujiayao, Kreis Yanggao, Provinz Shanxi, am westlichen Ufer des Flüsschens Liyigou, einem Nebenfluss des Sanggan He, entdeckt und von den chinesischen Experten zunächst dem sogenannten archaischen Homo sapiens zugeschrieben. Die Zuordnung chinesischer Funde der Gattung Homo aus dieser erdgeschichtlichen Periode zu Homo sapiens ist allerdings umstritten, da sie in Widerspruch steht zu den heute bekannten, genetischen Analysen zur Ausbreitung des Menschen, aufgrund derer solche Fossilien eher Homo erectus zuzuschreiben sind; in einer 2013 publizierten Studie wurden die Xujiayao-Funde zurückhaltend „pleistozäne Homo“ genannt. Das Fossil Xujiayao 1 könnte aber auch von einem jungen Denisova-Menschen stammen.
2024 wurde von zwei Paläoanthropologen in der Fachzeitschrift Nature Communications vorgeschlagen, die Fossilien der Denisova-Menschen mit dem Xujiayao-Mensch, dem Xuchang-Mensch und dem Fossil Penghu 1 der neuen Art Homo juluensis zuzuordnen.
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- ↑ Clément Zanolli, Bence Viola, Friedemann Schrenk und Ottmar Kullmer: Solving the Hemanthropus peii mystery. In: 18. International Symposium on Dental Morphology. Frankfurt am Main, August 2022, S. 71; zugleich Bulletin of the International Association for Paleodontology. Band 16, Nr. 2, 2022, S. 71.
- ↑ Christopher J. Bae und Xiujie Wu: Making sense of eastern Asian Late Quaternary hominin variability. In: Nature Communications. Band 15, Artikel-Nr. 9479, 2024, doi:10.1038/s41467-024-53918-7.