Züricher Novellen
Die Züricher Novellen ist der Titel eines 1877 in Buchform bei Göschen publizierten Novellenzyklus von Gottfried Keller. Die drei Novellen des ersten Bandes sind durch einen Erzählrahmen verknüpft, der selbst eine Novelle ist.
In jeder Novelle greift der Autor eine historische Situation in Zürich und Umgebung auf, in die er seine fiktive Handlung einbezieht: Die Geschichte der Familie Manesse, ihrer Burg Manegg und der Minnesänger-Liederhandschrift im Spätmittelalter (Hadlaub, Der Narr auf Manegg), die Religionskriege während der Reformationszeit im 16. Jh. (Ursula), die Geschichte des Landvogts von Greifensee Salomon Landolt (18. Jh.) und ein Schützenfest nach der Gründung des modernen Schweizer Bundesstaates Mitte des 19. Jhs. (Das Fähnlein der sieben Aufrechten).