ZB/SA 24
Der Tischapparat ZB/SA 24 (Zentralbatterie-Betrieb/Selbstanschluss-Betrieb, Modell 24) war ein von Siemens & Halske entwickelter und 1924 unter der Bezeichnung „W 24“ von der Deutschen Reichspost als Standardapparat in Betrieb genommener Telefonapparat. „W xx“ war die ab 1924 von der Post verwendete Bezeichnung für Wählapparat. Das Vorgängermodell war der kurz nach dem Ersten Weltkrieg eingeführte optisch ähnliche etwas größere ZB/SA 19.
Die Bezeichnung „ZB/SA“ besagt, dass der Apparat den Strom für sein Kohlemikrofon von einer Zentralbatterie über das Telefonnetz bezog; im Gegensatz zu den Ortsbatterie (OB)-Geräten war keine Batterie beim Teilnehmer und kein Kurbeln zur Rufspannungserzeugung mehr nötig. Dank des Nummernschalters mit Fingerlochscheibe war der Apparat für den Selbstwählbetrieb, also für die automatische Gesprächsvermittlung geeignet und daher ein Selbstwählapparat.
Der Teilnehmer musste nur die Rufnummer wählen und wurde automatisch mit seinem gewünschten Gesprächspartner verbunden, so wie es prinzipiell noch üblich ist. Der Selbstwählbetrieb war damals nur im eigenen Ortsnetz möglich. Fernverbindungen mussten weiterhin von Hand vermittelt werden. Der Ausbau des Selbstwählnetzes in Deutschland zog sich bedingt durch Wirtschaftskrisen und Kriege lange hin. Die letzte handbetriebene Orts-Vermittlungsstelle in der Bundesrepublik Deutschland wurde 1966 außer Betrieb genommen.