Zabuyelit

Zabuyelit
Weißes Zabuyelit-Kristallaggregat aus der Tanco Mine, Bernic Lake, Manitoba, Kanada
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1985-018

IMA-Symbol

Zab

Chemische Formel Li2[CO3]
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Carbonate und Nitrate
System-Nummer nach
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

V/B.01-010

5.AA.05
14.01.15.02
Kristallographische Daten
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse; Symbol monoklin-prismatisch; 2/m
Raumgruppe C2/c (Nr. 15)Vorlage:Raumgruppe/15
Gitterparameter a = 8,36 Å; b = 4,97 Å; c = 6,20 Å
β = 114,6°
Zwillingsbildung nach {100}
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 3
Dichte (g/cm3) gemessen: 2,09(1); berechnet: 2,10
Spaltbarkeit vollkommen nach {100}, gut nach {011}
Bruch; Tenazität spröde
Farbe farblos
Strichfarbe weiß
Transparenz durchsichtig
Glanz Glasglanz
Kristalloptik
Brechungsindizes nα = 1,429
nβ = 1,567
nγ = 1,574
Doppelbrechung δ = 0,146
Optischer Charakter zweiachsig negativ
Achsenwinkel 2V = 25° (gemessen), 22° (berechnet)
Weitere Eigenschaften
Chemisches Verhalten leicht löslich in heißem Wasser

Zabuyelit ist ein sehr selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Carbonate und Nitrate“ mit der chemischen Zusammensetzung Li2[CO3] und damit chemisch gesehen Lithiumcarbonat.

Zabuyelit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und entwickelt prismatische Kristalle mit pyramidalen Enden mit einer Länge im Bereich von wenigen Mikrometern. Es wurden aber auch Kristalle bis etwa 1,2 mm Größe beobachtet. Meist findet er sich in Form von Einschlüssen in Halit oder Spodumen.

Das durchsichtige und farblose Mineral weist auf den Oberflächen einen glasähnlichen Glanz auf. Mit einer Mohshärte von 3 gehört Zabuyelit zu den mittelharten Mineralen und würde sich bei entsprechender Größe ähnlich wie das Referenzmineral Calcit mit einer Kupfermünze ritzen lassen.

  1. Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: July 2024. (PDF; 3,6 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Juli 2024, abgerufen am 13. August 2024 (englisch).
  2. Laurence N. Warr: IMA–CNMNC approved mineral symbols. In: Mineralogical Magazine. Band 85, 2021, S. 291–320, doi:10.1180/mgm.2021.43 (englisch, cambridge.org [PDF; 320 kB; abgerufen am 5. Januar 2023]).
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