Zahnfluorose

Klassifikation nach ICD-10
K00.3 Schmelzflecken [Mottled teeth];
Dentalfluorose;
Gefleckter Zahnschmelz
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
DA07.0 Opazitäten oder Läsionen in Zusammenhang mit Fluor
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Zahnfluorose (auch: Dentalfluorose, Colorado Brown Stain oder Texas Teeth; aus Fluor und -ose altgriechisch -ωσις, Medizin: meist eine nichtentzündliche Erkrankung; englisch Mottled teeth bzw. Mottling, gesprenkelte Zähne) entsteht durch chronische, zu hohe Fluoridzufuhr während der ontogenetischen Entwicklung der Zähne.

Während Fluorid in einer Dosierung von ca. 1 mg/Tag als ein wirksames Mittel zur Prophylaxe der Karies (Fluoridierung) angesehen wird, kann es in höheren Dosen (> 2 mg / Tag während der Zahnentwicklung) eine Zahnfluorose erzeugen, bei der sich – je nach Schwere – weiße bis braune Verfärbungen in Form von Flecken oder Streifen auf der Zahnschmelzoberfläche bis zu massiven Defekten mit Substanzverlust bilden. Hierbei sind insbesondere die der Wange anliegenden (bukkalen) Zahnflächen betroffen. In stärkerer Ausprägung ist dies nicht nur kosmetisch störend, sondern auch schädlich für die Zähne, da die Zahnschmelzoberfläche dadurch weniger widerstandsfähig wird.

  1. Markus Schaffner et al.: Zahnfluorose. (PDF) In: Swiss Dental Journal. 2015, abgerufen am 8. September 2020.
  2. Hendrik Meyer-Lückel, Kim Ekstrand, Sebastian Paris: Karies: Wissenschaft und Klinische Praxis. Georg Thieme Verlag, 2012, ISBN 978-3-13-169321-1, S. 200– (google.com).