Zeidlerei
Die Zeidlerei (auch Zedlerei oder Zeitlerei) ist das gewerbsmäßige Sammeln von Honig wilder oder halbwilder Bienenvölker vornehmlich von Bäumen. Die Tätigkeit wird von Waldimkern, den Zeidlern (Einzahl Zeidler, für ‚Bienenzüchter‘, abgeleitet von Zeidel (mittelhochdeutsch zīdel ‚zur Wildbiene gehörig‘, ‚Wildbienen-‘) bzw. althochdeutsch zīdelāri, von germanisch tīthlia, ‚Bienenkorb‘, von indogermanisch *dei[ā]- ‚hell glänzen‘, ‚schimmern‘, in Bezug auf den klaren und glänzenden Honig) betrieben und wurde bereits im Mittelalter z. B. in Deutschland ausgeübt.
- ↑ Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 459 (Anmerkungen zu seydelhönig und zum Adjektiv seydlein).
- ↑ Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 877 (Zeidler).