Zenji

Zenji (japanisch 禅師 – „Zen-Meister“) ist ein Ehrentitel, der einem religiösen Menschen und insbesondere einem großen Meister des Zen-Buddhismus verliehen wird, oft posthum.

Bereits in der Nara-Zeit taucht der Begriff Zenji in den ersten Schriften auf. Er beschreibt meist Praktizierende von buddhistischen Ritualen, die nicht von der kaiserlichen Regierung autorisiert oder offiziell ordiniert wurden. Diese Praktizierenden finden sich in der Regel in bergigen Wildnissen, wo sie asketische Praktiken, Meditation und Rezitationen ausüben. Es wurde angenommen, dass die Praktizierenden durch diese Rituale große, aber ambivalente Kräfte erlangten.

Er kann auch jeden Mönch der Dhyāna-Schule bezeichnen. Der erste große Chan-Meister, der diesen Titel offiziell erhielt, soll Yuquan Shenxiu gewesen sein, der Datong Chanshi genannt wurde.

Fußnote
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Der Titel des buddhistischen Mönchs Yuquan Shenxiu (chinesisch 玉泉神秀) leitet sich vom chinesischen Yuquan Si (玉泉寺 wörtl.: Jadequelle-Tempel, Yuquan-Tempel) in Dangyang, Hubei ab. Es gibt sowohl in China als auch in Japan verschiedenen Tempelanlagen deren Namen mit denselben Schriftzeichen (chin. Hanzi, jap. Kanji) gleichgeschrieben werden. Im Japanischen wird der Tempelname jedoch als Gyokusen-ji (jap. 玉泉寺 wörtl.: Jadequelle-Tempel, Gyokusen-Tempel) ausgesprochen und sie sollen nicht miteinander verwechselt werden.
  1. Jaque Brosse: Pratique Du Zen Vivant: L'enseignement de l’éveil silencieux. Albin Michel, 2005, ISBN 2-226-15705-0 (französisch).
  2. École pratique des hautes études. (Hrsg.): École pratique des hautes études. 4e section, Sciences historiques et philologiques. Annuaire 1978–1979. 1982 (französisch, Ursprungstext Fr-WP September 2024).