Zigeuner-Anhaltelager Lackenbach

Das Zigeuner-Anhaltelager Lackenbach im Burgenland diente der Gefangensetzung und Ausbeutung von Roma durch Zwangsarbeit. Es wurde im November 1940 bei oder auf dem „Schaflerhof“, Lackenbach, einem ehemaligen esterházyschen Gutshof, 15 Kilometer westlich von Deutschkreutz eingerichtet und unterstand der Kriminalpolizeileitstelle, von der auch die Beamten der Lagerverwaltung gestellt wurden. Der Höchststand an Häftlingen in dem Lager betrug über 2300 Personen. Wie in allen Lagern dieser Art kam es hier zu extrem unmenschlicher Behandlung; sanitäre Einrichtungen existierten für die Häftlinge praktisch nicht. Von hier wurden Roma in Konzentrationslager, andere Sammellager (Ghettos) oder Vernichtungslager deportiert. Eine Freilassung war nicht beabsichtigt.