Zivil-Ehrenmedaille
Die Zivil-Ehrenmedaille (zeitgenössisch Civil-Ehren-Medaille) war eine Auszeichnung im Kaisertum Österreich. Sie wurde von Franz I. aus Anlass der Erhebung Österreichs zum Kaiserreich gestiftet und in drei verschiedenen Größen in Gold sowie in einer, später zwei Größen in Silber verliehen. Die große goldene Medaille konnte auch an einer goldenen Kette verliehen werden.
Ausgezeichnet wurden Zivilisten unabhängig von Stand und Geschlecht, deren Verdienst nicht zur Verleihung des Leopoldordens hinreichte.
Unter Ferdinand I. wurden vor allem Personen aus dem Bürgertum und Lehrer ausgezeichnet. Verleihungen sind unter anderem belegt für die Jahre 1816, 1820, 1833, 1839 und 1844. Franz Joseph I. verlieh die Medaille nicht, stattdessen wurde 1849 der Franz-Joseph-Orden und 1850 das Zivil-Verdienstkreuz gestiftet.
- ↑ Aktenstücke der tirolischen Erbhuldigung im J. 1838. In: Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg. Band 5, Innsbruck 1839, S. 21–22 (zobodat.at [PDF]).
- ↑ Gemeinnütziger und erheiternder Haus-Calender für das österr. Kaiserthum (1833)
- ↑ A. Adolph Schmidt (Hrsg.): Österreichische Blätter für Literatur und Kunst, Geschichte, Geografie, Statistik und Naturkunde; Hrsg. und redigirt durch A. Adolf Schmidl. Gedruckt bei Anton Strauss's sel. Witwe & Sommer, 1844, S. 336 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).