Zivilverdienstmedaille (Bayern)

Die Zivilverdienstmedaille, auch Ehrenmünze genannt, war die älteste und höchste zivile Verdienstmedaille des Königreichs Bayern.

Sie wurde von Kurfürst Karl Theodor zu seinem 50. Regierungsjubiläum am 31. Dezember 1792 in einer Stufe zur Belohnung für Verdienste um Kurpfalz-Bayern und das Haus Wittelsbach gestiftet. 1805 wurde sie von Max Joseph für zivile Staatsdiener in den Stufen Gold und Silber erneuert, die sich im Krieg gegen Österreich ausgezeichnet hatten. Als 1808 der Zivil-Verdienstorden der Bayerischen Krone gestiftet wurde, wurde die Medaille zu dessen niedrigster Ordensklasse bestimmt.

Sie wurde bis zur Novemberrevolution 1918 an Zivilisten verliehen, die sich für diesen Orden qualifiziert hatten, deren Rang aber unter dem der Kollegialräte lag. Die Inhaber kamen im Rang nach Gemeindevorstehern und genossen das Privileg, bei Gesuchen bevorzugt zu werden. Sie galten als Mitglieder des Verdienstordens, aber nicht als Ritter und hatten weder Anspruch auf Nobilitierung noch auf eine Versorgung ihrer Kinder.