Zuckerrübe
| Zuckerrübe | |
|---|---|
| Art | Beta vulgaris Unterart Beta vulgaris subsp. vulgaris |
| Gruppe | Altissima-Gruppe |
| Herkunft | Schlesien |
| bekannt seit | ca. 1750 |
Die Zuckerrübe (Beta vulgaris subsp. vulgaris, Altissima-Gruppe) ist eine landwirtschaftliche Kulturpflanze; sie gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Früher wurde sie zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) gestellt, die inzwischen in den Fuchsschwanzgewächsen enthalten sind. Wie Futterrübe und Rote Bete ist sie eine Kulturform der Gemeinen Rübe (Beta vulgaris subsp. vulgaris). Sie stammt von der Wilden Rübe oder Wild-Bete (Beta vulgaris subsp. maritima) ab und wurde züchterisch auf einen stark erhöhten Gehalt an Zucker (Saccharose [Haushaltszucker]) hin verändert. Der Zuckergehalt beträgt 18 bis 20 %.
Der Anteil von Rübenzucker an der globalen Gesamtzuckerproduktion beträgt etwa 20 Prozent. Global betrachtet ist Zuckerrohr die bedeutendste Zuckerpflanze. Zuckerrüben werden überwiegend in Europa einschließlich Russlands angebaut, da sie sich für den Anbau dort klimatisch am besten eignen. Die Haupterzeuger von Rübenzucker sind hier Russland, Frankreich, Deutschland und Polen. Bei der Zuckerherstellung fallen Nebenprodukte an, die als Futtermittel oder Substrat für Fermentationen verwendet werden.
Zunehmend ist die Bedeutung von Zuckerrüben als nachwachsender Rohstoff, z. B. zur Herstellung von Bioethanol und Biogas.
- ↑ Wissenschaftliche Namen von Beta vulgaris bei MMPND.
- ↑ Zucker. Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, abgerufen am 25. Januar 2025.
- ↑ nachwachsenderohstoffe.de Nachwachsende Rohstoffe 2009 erneut auf rund 2 Millionen Hektar. 21. Oktober 2009, abgerufen am 15. Februar 2010.
- ↑ Tagungsband „Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven“. (PDF; 7,2 MB) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Gülzower Fachgespräche, Band 32, 2009, 458-seitig; abgerufen am 15. Februar 2010.