Zug (Militär)
Der Zug ist im militärischen Bereich die Bezeichnung für eine Teileinheit von zwölf bis sechzig Soldaten. Als Truppenteil einer Ausbildungskompanie kann die Personalstärke auch über 100 Personen betragen. Der Zug ist eine der unteren taktischen Einheiten und besteht in der Regel aus zwei bis acht Gruppen, Trupps, Bedienungen oder Besatzungen und wird regelgemäß von einem Offizier im Rang mindestens eines Leutnants oder Oberleutnants befehligt. In den meisten Teilstreitkräften bilden mehrere Züge eine Kompanie oder bei Artillerie- und Flugabwehreinheiten eine Batterie, ein Zug kann jedoch bei den Spezialtruppen auch selbständig sein.
Bei mehreren Zügen (selten mehr als drei) gibt es einen Zug mit den logistischen, indirekten und unterstützenden Aufgaben des Stabs, dazu gehören Kommandozentrale, Geschäftszimmer, Materialversorgung, Feldküche, Munitionstransport, Sanitätsdienst, Instandhaltung, Aufklärung, Training etc. und die „schießenden oder kämpfenden Züge“, die mit Panzern, Geschützen, Infanterieeinheiten, Transportfahrzeugen etc. den Kampf vor Ort führen. Das Verhältnis von unterstützenden zu schießenden Einheiten hat sich im Laufe der Zeit immer mehr zu den unterstützenden Einheiten verschoben. Die Soldaten der unterstützenden Einheiten verfügen jedoch in der Regel ebenfalls über Waffen zur Selbstverteidigung wie Pistolen, Sturmgewehre, Maschinengewehre und leichte Flugabwehrgeschütze.