Zug der Zehntausend
Der Zug der Zehntausend war die Militärexpedition eines großen griechischen Söldnerheers, das 401 v. Chr. mit dem persischen Prinzen Kyros dem Jüngeren tief ins Achämenidenreich eindrang, um ihn in dessen Thronkampf gegen seinen älteren Bruder, den Großkönig Artaxerxes II., zu unterstützen. Nach dem Scheitern des Unternehmens durch Kyros’ Tod in der entscheidenden Schlacht bei Kunaxa (September 401 v. Chr.) zogen die Griechen auf einem strapaziösen Marsch unter Abwehr fortwährender Angriffe durch Persien nach Kleinasien zurück. Bei ihrer Ankunft am Schwarzen Meer betrug die Zahl der überlebenden Söldner etwa 8000 Männer. Pläne Xenophons, eines Führers des Söldnerheers, für eine griechische Koloniegründung am Schwarzen Meer schlugen fehl. Xenophon übergab die Reste des Heers 399 v. Chr. dem spartanischen Feldherrn Thibron und berichtete in seinem in der Antike vielgelesenen Werk Anabasis über die Erlebnisse und Leiden der griechischen Truppe während ihres Hin- und Rückzugs aus Persien.