Zuvorkommenheit
Zuvorkommenheit beschreibt die Eigenschaft eines Menschen, sich (im Wesentlichen erfolgreich und meist in kleinen Alltagsangelegenheiten) darum zu bemühen, anderen Menschen gerecht zu werden, ihre Wünsche zu erfüllen und ihren Interessen entgegenkommend zu handeln, ohne, dass diese sie explizit geäußert haben. Zuvorkommenheit setzt also Empathie voraus und ist somit nicht nur den guten Umgangsformen als einem vorgegebenen Regelkanon wie etwa der gerade vorherrschenden Etikette zuzuordnen.
Zuvorkommenheit äußert sich häufig darin, dass jemand seinen Mitmenschen im Alltag kleine Gefälligkeiten erweist, zum Beispiel jemandem die Tür aufhält, bei Einkäufen oder anderen Gängen jemandem ungefragt nützliche Kleinigkeiten mitbringt, am Arbeitsplatz Arbeiten so verrichtet, dass dem Kollegen sein Teil der Bearbeitung leichter fällt und Ähnliches.
- 1 2 Karl-Ernst Sommerfeldt, Herbert Schreiber: Wörterbuch zur Valenz und Distribution der Substantive, Walter de Gruyter, 1983, S. 430
- ↑ Joseph Herbet, Max von Sauer: Folge mir nach!: ein Gebet- und Betrachtungsbuch, enthaltend den vollständigen Text der Nachfolge Christi von Thomas a Kempis mit Betrachtungen und einer Beigabe von Gebeten für die Vormittags- und Nachmittags-Andacht : der Anhang enthält Morgen- und Abendgebete, Rietsch, 1858, S. 443
- ↑