Zwei-Schwerter-Theorie
Die Zwei-Schwerter-Theorie, auch Zweischwerterlehre genannt, beschreibt das Verhältnis zwischen kaiserlicher und päpstlicher Macht im frühen Mittelalter. Sie basiert auf der Zweigewaltenlehre, der ersten klaren Trennung von Staat und Kirche als zwei getrennte Gewalten. Diese geht zurück auf Papst Gelasius I., der diese 494 formulierte, um die bis dahin übliche Mitbestimmung der (ost-)römischen Kaiser bei kirchlichen Angelegenheiten zu beenden.
Die Zwei-Schwerter-Lehre gehört zu den geistesgeschichtlichen Grundlagen, auf denen sich der moderne, säkulare Staat entwickeln konnte.