Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik
Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik trifft auf der Basis von Beobachtungen die Aussage, dass Wärme zwischen zwei makroskopischen Systemen stets spontan – also ohne äußeren Antrieb – vom wärmeren zum kälteren System fließt, aber nicht umgekehrt. Er wurde von Rudolf Clausius 1850 formuliert und ist nicht axiomatisch bewiesen. Aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik lassen sich weitere äquivalente Aussagen über die Richtung von Prozessen und das Prinzip der Irreversibilität ableiten. In mikroskopischen Systemen gilt dies nur eingeschränkt. Aus dem Zweiten Hauptsatz lassen sich die Definition der thermodynamischen Temperatur und dabei zugleich die Zustandsgröße der Entropie herleiten. Ebenso folgt daraus die Unterscheidung von Exergie und Anergie und die Tatsache, dass der Wirkungsgrad einer Wärmekraftmaschine den Carnot-Wirkungsgrad nicht überschreiten kann.
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- ↑ G. M. Wang et al.: Experimental Demonstration of Violations of the Second Law of Thermodynamics for Small Systems and Short Time Scales. In: Phys. Rev. Lett. Band 89, 15. Juli 2022, doi:10.1103/PhysRevLett.89.050601 (englisch).
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