Zweiter Prager Fenstersturz
Der Zweite Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 ist die von Vertretern der protestantischen Stände begangene Gewalthandlung in der Form der Defenestration (lat. für Fenstersturz) an den königlichen Statthaltern Jaroslaw Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slavata von Chlum und Koschumberg sowie dem Kanzleisekretär Philipp Fabricius. Er markiert den Beginn und den Auslöser des Dreißigjährigen Krieges und stellt einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte Europas dar. Da der Erste Prager Fenstersturz von 1419 sowie der Prager Fenstersturz von 1483 in deutscher Zählung oftmals nicht beachtet werden, ist vom Zweiten Fenstersturz 1618 oft als dem „Prager Fenstersturz“ die Rede.